Next Stop – Barcelona und Valencia
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Der Plan den Geburtstag in Barcelona zu feiern wurde weiter verfolgt. Da wir mit dem Dicken nicht bis in die Stadt fahren wollten, suchten wir uns einen Platz etwas außerhalb von dem wir pendeln konnten. Das hieß vor allem auch, ein Platz am Meer. Erstmals auf dieser Reise standen wir direkt am Mittelmeer. Das etwas abenteuerliche an diesem Platz, der Weg zur wirklichen Strandpromenade führte direkt an Bahngleisen entlang, kein Strand auf guten 2km nach rechts und nach links vom Platz, sondern Felsen. Aber immerhin konnten wir behütet einschlafen, denn neben uns befand sich direkt ein kleines Gehege mit Eseln, Schafen, Ziegen und Hühnern.
Bei der Ankunft war der Platz noch sehr unbewohnt und wir hatten direkt vor dem Dicken den freien Blick aufs Meer und konnten unser Glück kaum fassen, bei einem tollen Sonnenuntergang, dies zu genießen. Dieses Glück wurde direkt mal wieder auf eine kleine Probe gestellt, als morgens der Kaffee auf dem Plan stand und für die Sauerstoffversorgung während der Nutzung des Gaskochers das Fahrerseitenfenster geöffnet werden sollte.
Der Versuch die Zündung auf Position zu stellen, damit der Fensterheber funktioniert führte einzig und alleine zu einem wilden Blinken der Anzeige. Wildes Blinken, bitte nicht schon wieder. Anfängerfehler, Kühlbox hing die ganze Nacht noch an der Starterbatterie. Wir riefen also zum bestimmt x-ten Male bei unseren Vätern an. Keine 2 Wochen auf Reisen und bis dato schon beinahe täglich telefoniert. Das Zauberwort hieß, Batterieladegerät. Dieses Teil bei dem wir noch dachten, brauchen wir eh nie, wird nach ganz hinten gepackt. Doch da wir eh 5 Tage bleiben wollten, fuhren wir erstmal nach Barcelona, der Platz bot einen sehr günstigen Busservice bis in die Stadtmitte an.
In Barcelona angekommen empfing uns die Stadt noch ohne irgendwelche Einschränkungen durch Corona bei herrlichstem Wetter. Wir schlenderten durch das Gothische Viertel und genossen die tollen verwinkelten Gassen und das spanische Flair. Der Tag beinhaltete natürlich auch den obiglatorischen Besuch eines Cafés, sowie den Strandbesuch und Essen mit Meerblick.
Tatsächlich waren auch ein paar kleine Märkte zu besuchen, sowie eine entspannte Straßenmusiker-Session mit auf der Straße tanzenden Menschen zu erleben. Wir hatten uns den letzten Bus zurück zum Platz gebucht, damit war das Ende des Tages schon festgelegt. Alles in allem jedoch schon ein toller Vorgeschmack auf das Wiederkommen, 2 Tage später, zum Geburtstag feiern.
Den Folgetag hatten wir uns vorgenommen ein bisschen die Gegend zu erkunden, leider ließ das Wetter zu Tagesbeginn etwas zu wünschen übrig und so gingen wir ein gutes Stück zu Fuß in die eine Richtung um dann mit dem Zug wieder zurückzufahren. Wir fuhren in das etwa 4km entfernte Mataró um uns dort umzuschauen. Ein doch sehr kleines etwas verschlafenes Plätzchen wo wir dann aber noch ein kleines sehr nettes Café fanden um dann mit einer kleinen Nascherei und dem Kaffee in einem Park die Sonne zu genießen. Kurz eingekauft und dann ab zurück, es wollte noch etwas gekocht werden und dann war es ja auch schon Zeit um sich einkuscheln. Die Abende sind noch kühl, sobald die Sonne sich zurückzieht. Dann war es soweit, Geburtstag. Völlig unwirklich diesen in Spanien zu feiern, wie Zuhause, mit Geburtstagstisch, Kerzen zum Ausblasen, einem selbstgebackenen Kuchen (Schokokuchen aus dem Omnia). Und ganz wichtig, natürlich gab es ein Ständchen. Alles kaum zu glauben. Wir hatten uns wieder den Bus nach Barcelona gebucht, nur die Rücktour wollten wir dieses Mal selbst organisieren, mit Bahn und Shuttle-Service. Für diesen Tag gab es zwei feste Vorhaben. Das eine war, die Sagrada la Familie besuchen, inkl. eines Turmes. Die Tickets hatten wir im Vorfeld gebucht, das war auch gut so. Tipp, wenn ihr könnt, schaut euch dieses unfassbare Bauwerk an, Baubeginn 1882, wird es sehr wahrscheinlich in 2026 fertiggestellt. So offen, so beeindruckend, so anders als man es erwartet. So detailverliebt und doch so großdenkend. Die Bilder können es nicht annähernd wiederspiegeln, nur einen kleinen Eindruck vermitteln. Und fahrt auf einen der Türme, es raubt einem den Atem.

Das andere war eine tolle Tapas-Bar finden und mit einer Freundin aus Hamburg, die zufällig ebenfalls in Barcelona war, anstoßen, quatschen und einfach sein. Die Auswahl an leckeren Tapas war riesig. Wir entschieden uns für Pimientos de Padrón, Patatas Brava mit Aioli, Oliven, Jamón und Anchoas fritas. Und natürlich gab es Champagner zum Anstoßen….
Ergebnis: Alles erledigt und mit Bahn und Shuttle sicher zurück am Platz!

Der letzte Tag vor der Weiterfahrt war geprägt von aufräumen, Wäsche waschen, die Starterbatterie laden und was man so macht, wenn man einfach nur am Platz ist. Nächster Reisetag, der Dicke sprang wieder an, es ging nach Valencia. Auch hier ein Platz außerhalb, dieses Mal nicht am Meer aber mit einer direkten Anbindung an die Bahn nach Valencia. Ein einfacher Platz, wir wollten maximal 2 Tage bleiben. Corona war spürbarer aber noch eine entspannte Stimmung, auch in der Stadt. Auch hier wieder eine Kuriosität. Damit der Zug uns nach Valencia bringen konnte, mussten wir am Gleis winken! Nur dann stoppte der Zug. Aber auch das haben wir gekonnt gemeistert um den Tag in Valencia verbringen zu können. Ebenfalls ein sehr schönes Städtchen. Wir schlenderten ohne einen Plan drauf los und landeten direkt in einer fantastischen, riesengroßen Markthalle inmitten der Stadt. Frischer Fisch, tolles Obst, Jamon ohne Ende, Tapas und vieles mehr. Wir hätten am liebsten jeden Stand leergekauft.

Nach diesen ganzen Eindrücken brauchten wir erstmal einen Kaffee. Direkt vor der Markthalle auf einem schönen Marktplatz mit „Leute gucken“ nahmen wir in der Sonne Platz. Herrlich.
Da auch Valencia am Meer liegt, überlegten wir uns welchen Weg wir dorthin am besten laufen sollten. Nach ca. einer Stunde Fußmarsch entschieden wir uns dann aber doch den Bus zum Meer zu nehmen. Gar nicht so einfach ohne spanische Sprachkenntnisse (wir fangen gerade an zu lernen) die richtige Richtung zu finden. Am Meer angekommen war die Coronakrise schon spürbarer, kaum Menschen unterwegs, viele Restaurants geschlossen und eine merkwürdig stille Atmosphäre. Ein winzig kleines, mintfarbenes Kaffe/Restaurant hatte aber ein Plätzchen für uns und wir genossen den Nachmittag mit Blick aufs Meer. Der Weg nach Hause war dann nochmal eine kleine Herausforderung. Welche S-Bahn fährt uns jetzt wieder zur richtigen Station? Mit einer kleinen Chipkarte vom Campingplatz ausgestattet, registriert man sich an den Bahnstationen. Nur beim Einsteigen, nicht beim Aussteigen. Lange Rede kurzer Sinn, wir kamen ko aber glücklich bei unserem Dicken an. Am nächsten Morgen war dann aber Corona schon sehr nah gerückt. Man hörte durch die spanischen Nachrichten, dass es Maßnahmen geben soll und alle Campingplatzbewohner rätselten, was jetzt wohl die beste Lösung wäre. Wir entschieden uns, noch eine lange Strecke bis Andalusien zu machen und uns dort ein Plätzchen zu suchen, auf dem wir „zur Not“ eben auch ein bisschen länger stehen könnten. Gefunden!

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Ice

    Bäm, toll! Viele liebe Grüße in die Wahlheimat. Lasst es euch weiterhin gut ergehen und schön gesund bleiben 🙂

    1. Anke

      Liebe Ice, deine Wahlheimat ist uns jetzt schon ans Herz gewachsen und beeindruckt uns täglich aufs Neue. Bleib ebenfalls gesund und wir freuen uns über weitere Kommentare von dir. Liebe Grüße Anke & Anke

  2. fischer birgit

    oh wie schön…neue reiseberichte von euch….ich inhaliere sie…wunderschööööne bilder….das was ihr bisher erlebt und gesehen habt ist schon sehr sehr aufregend….und wenn corona euch jetzt ausbremst….ihr könnt es nochmal angehen….ich lieb e euch sehr und denke an euch….immer gut aufpassen und bis bald…in liebe mama

  3. Horst Gauter

    Ein Reisebericht der locker leicht und gut zulesen ist. weiterhin locker bleiben aber gut aufpassen euer Gifhorner Dad

  4. Karin Rehder

    Hallo Ihr beiden mutigen Ankes,
    Habe mich nicht getraut Eure Seite aufzumachen. Ich dachte Eure Enttäuschung die Reise aufgeben zu müssen würde ich erfahren.
    Heute nun konnte ich es nicht mehr aushalten, wollte wissen wie es Euch geht! Zu meiner Überraschung seit Ihr auf Reisen und bislang weit gekommen.
    Nun hoffe und wünsche Euch alles erdenklich Gute! Seit vorsichtige und bleibt Gesund!!!
    Das ist doch das Wichtigste
    Eure Karin von der Fastenwoche auf Sylt

    1. Anke

      Liebe Karin, wir schaffen es erst jetzt dir zu antworten. Wir haben uns sehr über deinen Kommentar gefreut und genießen den Roadtrip trotz Corona in vollen Zügen. Wir bewegen meistens abseits von Menschenmassen und passen auf uns auf. Wir hoffen auch dir geht es gut und würden uns freuen wenn du weiterhin fleißig kommentierst. Liebe Grüße, Anke & Anke

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